Lautsprecher Konstruktionen


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MH1










































Die Konstruktion

Bei dem überwiegenden Teil der am Markt befindlichen Lautsprecherkonstruktionen werden rechtwinkelige Gehäuse mit lotrechten Schallwänden verwendet, in denen die einzelnen Treiber eingebaut werden. Leider kann man auf diese Weise niemals einen zeitrichtigen Lautsprecher erstellen, da sich die Schallzentren, durch VL1 und VL 2 Lautsprecherbausatzdie unterschiedliche Bautiefe von Hochtöner und Bassmitteltöner, nicht in gleicher Entfernung zum Hörer befinden. Das bedeutet nicht unbedingt das der Frequenzgang deshalb schlechter sein muss, aber es bedeutet das solche zeitunrichtigen Konstruktionen immer eine sehr schlechte Sprungantwort haben, an der man ablesen kann ob beide Treiber im Zeitbereich zusammenarbeiten.

Nach meinen Erfahrungen sollte bei der Beurteilung von Lautsprechern die Sprungantwort, und nicht der Frequenzgang, absolute Priorität erhalten. Impedanzgang, Wasserfallspektrum und Frequenzgang lassen sich meistens kompensieren, eine Sprungantwort nur in sehr seltenen Fällen.

Ein zeitrichtiger Mehrwege Lautsprecher verfügt immer über eine physikalische oder elektronische Korrektur der Laufzeit, welche sich wie gesagt an der Sprungantwort ablesen lässt. Das bedeutet das die unterschiedlichen Schallzentren von Hoch.- und Bassmitteltontreibern auf die eine oder andere Art eine Annäherung erfahren, damit alle Schallanteile eines Musiksignal den Hörer zur gleichen Zeit erreichen. Die elektronische Korrektur halte ich aus zwei Gründen für einen schlechten Kompromiss, zum einen muss die Elektronik einen bewusst in Kauf genommenen Fehler bei der pysikalischen Anordnung der Treiber korrigieren, und zum andere erhöht sich immer die Anzahl der Bauteile im Signalweg, wodurch sich auch der Signalweg verlängert. Hier besteht immer die Gefahr von klangverschlechternden Einflüssen.

Aus diesem Grund preferiere ich die physikalische Korrektur über geneigte Schallwand im Hochtonmodul mit MH1 Hochtönergeneigte Schallwände und Phasendistanzringe. Durch die Neigung der Schallwand, unter Berücksichtigung des Abstrahlverhaltens der beiden Treiber, erhält der Hochtontreiber eine grössere Distanz zum Hörer als der Bassmitteltontreiber. Da aber das Zentrum des Hochtontreibers bei lotrechter Montage eine kürzere Distanz zum Hörer hat, ist nun der erste Schritt zu einer zeitrichtigen Konstruktion zurückgelegt. Die millimetergenaue Feinkorrektur der Zeitdistanzen erfolgt dann durch den Phasendistanzring, mit dessen Hilfe sich eine absolute Präzision in der Sprungantwort erreichen lässt

Der gesamte Sachverhalt lässt sich wunderbar nach Tarkowski wie folgt vereinfachen:

"Bei konventionellen Lautsprechern ergeben ein Signal und noch ein Signal zwei Signale und das sind Geräusche."

Bei meinen Konstruktionen ergibt ein Signal und noch ein Signal ein grösseres Signal, und das ist Musik.
Man könnte bei der Konstruktion auch ohne Phasendistanzringe auskommen, doch dazu muss man den Hochtontreiber nach oben auf der geneigten Schallwand verschieben, leider erhalten dann die Schallzentren in der vertikalen Ebene einen höheren Abstand, was auch nicht erwünscht ist, da in diesem Fall dann oftmals die Ortung von Schallereignissen leidet. Insofern besteht der Königsweg bei der Konstruktion von zeitrichtigen Lautsprechern in drei Konstruktionsmerkmalen, der Neigung der Schallwand, der einstellbaren Höhe des Phasendistanzringes und dem Filternetzwerk .
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